Sollten wir auf der Rückseite des Mondes siedeln? (Far side of the moon, credit: NASA/Goddard/Arizona State University) Die Rückseite des Mondes sieht so ganz anders aus als der Anblick, den wir vom Blick in den Nachthimmel kennen. Das wissen wir seit den ersten Bildern, die 1959 von einer sowjetischen Mondsonde aufgenommen wurden. Die erdabgewandte Seite ist von Kratern übersät und die großen Mare, aus Basalt bestehende Ebenen, fehlen nahezu vollständig. Auch ist die Mondkruste auf der Rückseite mehrere zehn Kilometer dicker. Doch was hat diesen drastischen Unterschied in der Geologie verursacht? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir kurz auf die kosmische Katastrophe eingehen, die zur Entstehung unseres Mondes führte. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren stieß Theia, ein innerhalb der Erdbahn umlaufender marsgroßer Planet, mit der Erde zusammen. Aus dem ins All geschleuderten Material Theias und der Urerde bildete sich der Mond. Überreste Theias befinden sich übrigens immer n...