KI, Rente
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Das Orange Toupet
Haben diese drei Begriffe etwas gemeinsam? Mehr als ihr auf den ersten Blick vermuten würdet.
In den nächsten 5-10 Jahren wird die künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt komplett umkrempeln. Es handelt sich um eine sogenannte disruptive Technologie, die nicht nur einige wenige Bereiche in Industrie und Dienstleistung betrifft, sondern große Verwerfungen in der Gesellschaft insgesamt auslösen wird.
Am leichtesten lassen sich geistige Tätigkeiten durch KI ersetzen. Wer seine Arbeit zum Großteil aus dem Homeoffice erledigen kann, sollte sich also warm anziehen. Am wenigsten gefährdet sind noch Tätigkeiten, die eine zwischenmenschliche Interaktion erfordern, beispielsweise Erziehung, Lehrer, Influencer und Ähnliche. Auch der Bereich des Handwerks im weitesten Sinne dürfte nicht so schnell obsolet werden, da die manuellen und visuellen Fähigkeiten sehr komplex und schwer zu standardisieren sind. Allerdings werden die theoretischen Anforderungen an Handwerker weiter steigen. Eine Kombination von Studium mit handwerklichen Fähigkeiten scheint da unumgänglich. Der Versuch vieler Politiker, über die Zahl unserer Studierenden herzuziehen und die klassische Ausbildung zu hypen, wirkt da wie das Verharren in veralteten Mustern.
KI wird die Finanzquellen unserer sozialen Systeme in dem Maße erodieren, wie menschliche Arbeit ersetzt wird. In der Rente besteht ja durch die Überalterung der Gesellschaft schon lange ein Handlungsbedarf, der aber immer noch von der Politik ignoriert wird. Es bleibt daher dem Einzelnen überlassen, Vorsorge zu treffen. Damit die Belastungen hierfür nicht zu hoch werden, sollte man möglichst früh anfangen sich einen Kapitalstock zuzulegen und auf eine gute Rendite achten. Hierfür eignen sich beispielsweise Sparpläne auf Standard-ETFs. Produkte mit hohen Kosten, wie beispielsweise kapitalbildende Lebensversicherungen, bei denen schon eine hohe Gebühr durch den Vertragsabschluss anfällt, sollte man meiden.
Und hier kommt das Orange Toupet ins Spiel. Donald Trumps eratische Wirtschafts- und Zollpolitik kann auf Dauer der amerikanischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen, und neben dem Kursrisiko auch das Währungsrisiko von ETFs mit dem US $ als Währung erhöhen. Bei der Auswahl der ETFs sollte der Anleger daher überlegen, wie hoch er amerikanische Aktien und ETFs in US $ gewichten möchte. Auf jeden Fall solltet ihr eure Favoriten vor dem Kauf oder Abschluss eines Sparplans genau vergleichen und dabei auch die Kursentwicklungen über mehrere Zeiträume vergleichen. Hier ein Beispiel für die Entwicklung des Van-Eck Dividenden-ETF im Vergleich zu einem ETF auf den Nasdaq-100 mit Währunsabsicherung (=hedged) und den Amundi Core Stoxx Europe:
Bei ETFs mit Schwerpunkt auf Dividendentiteln ist besondere Vorsicht geboten. Man sollte sich nicht durch hohe Ausschüttungen von teilweise 10% oder mehr locken lassen. Es kommt immer auf die Gesamtperformance an, also Dividende + Kursentwicklung. Eine steigende Dividendenrendite (in Prozent) kann auch durch fallende Kurse befeuert werden. Und manche Unternehmen schütten Dividenden aus der Substanz aus.
Wie seht ihr das?
Sorgt ihr neben der staatlichen Rente fürs Alter vor?
Oder ist das für euch noch zu weit in der Zukunft?
(die obigen Ausführungen sollen euch lediglich Denkanstöße geben und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen)


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