Ist unsere Sonne noch normal und was meint Kepler dazu?


llustration of particle cloud blasted from the sun; credit: NASA/GSFC/SOHO/ESA


Ursprünglich gingen die Designer des Kepler-Teleskops davon aus, unsere Sonne sei ein typischer Vertreter ihrer Spektralklasse G2 V, ein gelber Zwerg in seiner stabilen Phase. Aber nach Inbetriebnahme des Planetenjägers stellte sich diese Annahme als falsch heraus.
Die Sonne ist ein besonders ruhiger Vertreter. Das hat Folgen für das Signal-Noise-Ratio SNR. Kepler detektiert Planeten durch Verringerung der Intensität, wenn sie zwischen dem Stern und dem Instrument vorbeiziehen. Der Planet dimmt die Helligkeit seines Muttersterns etwas ab. Und je unruhiger die Helligkeit des Sterns selbst ist, umso schwieriger ist auch die Detektion eines Planeten.

Keplers Optik wurde ausgelegt, um innerhalb der geplanten Beobachtungszeit 25-50 erdähnliche Planeten im Orbit um gelbe Zwerge zu finden. Eine Neukalibrierung des SNR mit den tatsächlichen Aktivitäten der vorgefundenen sonnenähnlichen Sterne ließ dann nur noch einen einzigen Treffer erwarten. Ob das für die Finanzierungszusage der Mission gereicht hätte? Wahrscheinlich nicht.

Die NASA versuchte nun, das Teleskop länger in Betrieb zu halten, um ein schlechteres SNR zu kompensieren. Während dieser 2. Phase versagten jedoch Teile des Stabilisierungssystems.

Tatsächlich gefunden hat Kepler keinen einzigen erdähnlichen Planeten im Orbit um einen gelben Zwergstern, auch wenn dies in der Presse oft anders dargestellt wird. 

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